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Abfall
Als Abfall bezeichnet man anorganische und organische Stoffe (deren Beseitigung notwendig ist). Nach der Herkunft werden kommunaler Abfall, Gewerbeabfall, landwirtschaftlicher Abfall und Industrieabfall unterschieden. Abfall soll einer Abfallbehandlung unterzogen werden, deren Ziel in der Regel eine stoffliche oder energetische Verwertung ist. Die dauerhafte Lagerung in Deponien ist nur für nicht verwertbaren Abfall gestattet.

Abfallentsorgung
Oberbegriff für Abfallverwertung und - beseitung. [Begriff aus dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetztes (1996)]. Die Abfallentsorgung schließt alle Maßnahmen und technische Verfahren bis zur Verwertung oder Beseitigung ein.

Abfluss
Mit Abfluß wird in der Siedlungswasserwirtschaft das in natürlichen oder künstlichen Gerinnen abfließende Oberflächenwasser, wie Regenwasser und Schneeschmelze bezeichnet. Die Intensität des Abflusses wird durch die Gerinneform und das Gefälle des Gerinnes wesentlich beeinflußt.

Abrasion
Abrieb von Rohren oder Pumpen durch im Abwasser und Wasser enthaltene Feststoffe. Abrasion führt zum Verschleiß des Werkstoff. Bei erhöhter Abrasion müssen geeignetere Werkstoffe ausgewählt werden.

Absetzbecken
In einem Absetzbecken erfolgt die Trennung von flüssigen und festen Stoffen (beruhend auf dem Dichteunterschied der Stoffsysteme). In einem Absetzbecken wird die horizontale Fließgeschwindigkeit deutlich reduziert. Der Abscheidegrad ist im besonderen Maße abhängig von den Korngrößen, der Fließgeschwindigkeit und der Verweildauer.

Absorption
Absorption beschreibt das Eindringen von gasförmigen Stoffen in Flüssigkeiten oder Festkörpern. Absorption liegt vor, wenn man sich eine Substanz A in einer Substanz B so verteilt, daß die Konzentration von A in der Mischung überall gleich ist. Auch Licht und andere Strahlen werden in dem Medium, das sie durchqueren, absorbiert. Häufige Anwendungsfälle sind die Absorption von Gasen in Flüssigkeiten und von Licht in farbigen Lösungen zur Bestimmung von Konzentrationen.

Abwasser
Abwasser ist das in Industrie, im Gewerbe und im Haushalt gebrauchte und dadurch verunreinigte Wasser, dass in der Menge und Zusammensetzung unterschiedlich ist und starken Schwankungen unterliegen kann. Es kann gelöste, kolloidale und feste Verunreinigungen enthalten. Auch Niederschlagswasser, das von Straßen befestigten Plätzen und Dächern abfließt, ist verunreinigt und damit Abwasser. Abwässer müssen entsprechend der Gesetzgebung vor der Einleitung in ein Gewässer (hier auch Versickerung) einer Abwasserreinigung unterzogen werden.

Abwasseranlagen
Abwasseranlagen sind technische Einrichtungen zur Abwasserableitung und zur Abwasserreinigung. Diese Anlagen dienen insbesondere dem Sammeln, Fortleiten, Drosseln, Behandeln, Einleiten, Versickern, Verregnen und Verrieseln von Abwasser bzw. gereinigtem Abwasser. Auch Anlagen für die Behandlung von Klärschlämmen gehören zu den Abwasseranlagen dazu.

Abwasserreinigung
Maßnahmen zur Verringerung oder Beseitigung der Schmutzfracht des Abwassers. In der kommunalen Abwasserreinigung werden drei wesentliche Stufen unterschieden: Stufe 1) die mechanische Reinigung - Entfernung der gröberen ungelösten (Rechen) und sedimentierbaren Abwasserbestandteile (Sandfang) Stufe 2) die biologische Reinigungsstufe - Eliminierung der meißten gelösten organischen Verbindungen durch biologische Abbauprozesse (Belebtschlammverfahren, Tropfkörperverfahren und andere) 3.) Elimination von anorganischen und nicht abbaubaren organischen Verbindungen unter Einsatz weitergehender biologischer, chemischer oder physikalischer Verfahren (Fällung, Flockung, Membranfiltration)

Abwasserzweckverband
Zusammenschluss von Kommunen, die die Pflichtaufgabe der Abwasserbeseitigung ihres Gemeindebereiches einem Zweckverband übertragen. Mitglieder des Zweckverbandes sind die Gemeinden selbst. Der Zweckverband bestimmt einen Geschäftsstellenleiter und stellt Personal für die Aufgabenerfüllung der Abwasserbeseitigung ein. Der Zweckverband ist auch für die zu tätigenden Investitionen verantwortlich.

Adsorption
Die Adsorption ist eine Grenzflächenreaktion, bei der sich eine Substanz (Sorbat) auf der festen Oberfläche eines Sorbes anreichert. Ein häufiger Anwendungsfall ist die Elimination gelöster organischer Substanzen aus Wasser durch Adsorption an Aktivkohle.

Aktivkohle
Die Kohlenstoff-Strukturen bestehen aus kleinsten Graphit-Teilchen und amorphem Kohlenstoff mit poröser Struktur. Aktivkohle wird industriell hergestellt. Aktivkohle wird insbesondere in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt, dabei werden Spurenelemente entfernt, wie Schwermetalle und Kohlenwasserwasserstoffe.

Ammoniak
Ist ein farbloses, stechend riechendes Gas und in Wasser gut löslich. Ammoniak entsteht bei der Fäulnis pflanzlicher und tierischer Substanzen durch Zersetzung von Eiweißverbindungen. In der Industrie wird Ammoniak als Grundstoff der Düngemittelproduktion eingesetzt.

Ammonium
Ammonium ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff in Wasser. Ammonium ist ein Wasserschadstoff und wird durch eine biologische Abwasserreinigung (Nitrifikation) in Nitrat oxidiert.

Aquifer
Grundwasserleiter

Aufbereitung
Aufbereitung bezeichnet allgemein den Prozess der Herstellung eines gewünschten Zustandes eines bestimmten Stoffes oder Stoffsystems. In der Wasseraufbereitung ist das die Herstellung von Trinkwasser aus Grund- oder Oberflächenwasser. In der Abwasseraufbereitung ist dass bespielsweise die Klärschlammaufbereitung (Homogenisierung, Entwässerung, Trocknung).

Aufhärtung
Im Trinkwasser besteht ein Gleichgewicht zwischen pH-Wert und Härtbildnern (Magnesium, Calcium und Sulfat). Die Härte eines Trinkwasser besitzt eine geschmacksbestimmende Wirkung. Trinkwasser wird, wenn erforderlich aufgehärtet, wenn weiche Wässer z.B. aus Talsperren, einen geringen Gehalt an Magnesium und Calcium haben.

Aufsalzung
Erhöhung der Salzfracht eines Gewässers durch Eintrag von geogenen oder menschlich bedingten Salzeintrag. Bei der Kommunalen Abwasserreinigung werden Salze nicht entfernt.

Ausfallen
Wenn man eine Komponente einer Lösung dazu veranlassen möchte, unlöslich zu werden und zu Boden zu sinken, muß man sie ausfällen. Die Substanz selbst muß dabei ausfallen. Was am Boden des Gefäßes ankommt, ist die Fällung, die Ausfällung, der Bodensatz, der Niederschlag oder (historisch) das Präzipitat. Bei Gewässern spricht man von Sediment.

aerob
Sauerstoff erhaltend, in einem Milieu lebend, das Sauerstoff enthält, mit Sauerstoff lebend

anaerob
keinen Sauerstoff enthaltend, in einem sauerstofffreien Milieu lebend, ohne Sauerstoff lebend (Bakterien)

anthropogen
vom Menschen verursacht und zu verantworten

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