Betriebsführungsmodell
Seit Gründung des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal im Jahr 1992 wurde die Betreibung der Anlagen zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, das Investitionsmanagement sowie die kaufmännische Abrechnung der Leistungen einschließlich des Vorhaltens einer entsprechenden Personalausstattung in einem kommunalen Eigenbetrieb durchgeführt.
Vor dem Hintergrund steigender Aufwendungen infolge der zur Erreichung des geforderten Stands der Technik notwendigen erheblichen Investitionstätigkeit und zur Verbesserung der internen Kommunikation und des Kundenserviceses entschloss sich die Verbandsversammlung im Jahr 2001 alternative Organisationsformen zur Aufgabenerfüllung untersuchen zu lassen und gab zu diesem Zweck die Erstellung einer Machbarkeisstudie in Auftrag.
Im Ergebnis dieser Untersuchung wurde dem Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal vorgeschlagen, die technische und kaufmännische Betriebsführung als Dienstleistung für einen Zeitraum von 10 Jahren europaweit auszuschreiben. Die Entscheidung über Gebühren und Beiträge, Neu- und Ersatzinvestitionen, der Erlass von Bescheiden und Aufgaben der Verwaltungsvollstreckung sollten beim ZVME verbleiben. Außerdem sollte keine Vermögensveräußerung beinhaltet sein. Am 18. Dezember 2002 beschloss die Verbandsversammlung nach erfolgter europaweiter Ausschreibung den Zuschlag auf das günstigste Angebot der Bietergemeinschaft OEWA Wasser und Abwasser GmbH und der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH zu erteilen.
Die Vertragsunterzeichnung zur Auftragserteilung erfolgte am 07. Januar 2003.
Durch das Betriebsführungsmodell konnten die Mengengebühren für Trinkwasser und Abwasser um 11 % bzw. 23 % gesenkt werden.
Mit diesem Ergebnis wurde ein weiterer Beitrag zur Gebührenreduzierung geleistet nachdem im Jahr 2002 bereits Verhandlungen zur Senkung der Fernwasserbezugskosten erfolgreich abgeschlossen werden konnten.






